Genaueres über den Sardine Run

Was? The Run, das Haiabenteuer des Jahres! Der Sardine Run (Sardinenmigration) ist ein fast jährlich stattfindendes aber trotzdem schwer vorauszusagendes Naturereignis. Dieses ist  eines der spannendsten Meeresereignisse überhaupt, und fängt normalerweise Ende Mai entlang der Ostkap-Küste an und zieht sich dann mit den in Küstennähe nordwärts schwimmenden Schwärmen bis in den Juli hinein. Für Besucher richtig interessant wird es erst, wenn die Schwärme in relativ flachem Wasser gesichtet werden und sich zu Baitballs zusammenziehen! In der Nähe eines solchen Baitballs tauchen, ist zur eigenen Sicherheit nur für gesunde und erfahrene Taucher und Fotografen geeignet.

Wo? Von Scottburgh, Shelly Beach und Port St Johns flexibel die Küste entlang.

Für 2013 haben wir wieder das Küstenstädtchen Port St. Johns, 330km südlich von Durban, gewählt. Hier beobachten wir täglich die Bewegung der Sardinenschwärme. Sobald die Schwärme in potentieller Reichweite der Boote gesichtet werden, startet unser Boot, den Sardinenschwärmen entgegen.

Wann? Geplant sind zehn Tage, von Mitte Juni bis Anfang Juli 2013.

Aber genau wo sich die Hauptschwärme wann befinden werden, ist nicht vorauszusagen. Der Run ist ein unberechenbares Naturereignis. 2004 kam es zu guten Begegnungen, es bildeten sich jedoch nur wenige Baitballs, obwohl die vielen Delfine ein gutes Zeichen für Sardinenaktivität waren, das große Taucherlebnis war es auch nicht! 2005 waren die Sardinen da, jedoch die Sichtverhältnisse nicht immer optimal, aber spannend allemal. 2006/7 ließen sich die Sardine wenig in tauchbarer Tiefe blicken.

Der von uns gewählte Zeitraum fällt aber historisch in die optimale Zeitzone und vom Standort her sind wir sehr flexibel!

Das Boot

Wir benutzen ein 8 Meter, halbstarres Schlauchboot. Das Boot ist von der zuständigen Behörde für 12 Personen zugelassen und hat einen erfahrenen Skipper (Steuermann), Divemaster und unter Wasser Kameramann an Bord. Die Tauchausrüstung wird in der Mitte des Bootes an einem festen Gestell verschnürt. Die Passagiere sitzen, nach innen schauend, auf den Schläuchen.  Fußschlaufen geben zusätzlichen Halt, wichtig bei Fahrten durch die Dünung und Brandung! Obwohl für 12 zugelassen, werden wir (um auch Platz für Kameras, Ellenbogen und Hinterteile zu haben) nicht mehr als 8 Gäste (also gesamt 10 Personen) an Bord nehmen. Als Sicherheitsausrüstung kommen Sauerstoff, Erste-Hilfe-Kasten und Boot-Land-Telefon mit an Bord. Für Teilnehmer mit schwacher Blase: es ist keine Toilette an Bord, also kneifen, absorbieren oder verdampfen!

Die Ausfahrt auf südafrikanische Art

Der Start vom Strand ist für diesbezügliche Neulinge zuerst etwas gewöhnungsbedürftig und respekteinflößend, danach aber ein spannender Teil des ganzen Geschehens! Die Teilnehmer helfen, das Boot die letzten Meter in die Brandung zu schieben. Dann, auf Kommando des Skippers klettern alle mehr oder weniger elegant ins Boot, wonach der Skipper seinen Weg durch die Brandung sucht. Erst einmal durch diese hindurch, geht es weniger hektisch auf der Suche nach dem ersten Sardinenschwarm.  Schwimmwesten sind vorhanden, und müssen während des Starts und der Landung getragen werden!

Wassertemperatur und Sichtweiten

Erwartete Wassertemperatur liegt zwischen 19Cº und 21Cº.  Normale Lufttemperaturen zwischen 15Cº und 25Cº, es kann auch mal mehr oder weniger werden, der Sardine Run fällt in den südafrikanischen Winter! Unterwassersicht wechselhaft,  zwischen 4 und 15 Meter.

Unterkunft und Mahlzeiten

Geplant sind ein einfaches, freundliches Guesthouse in Port St Johns.  Unterkunft mit Frühstück, nett verpacktem Picknick Mittagessen auf dem Boot und Abendessen wenn nicht anders beschrieben. Port St Johns ist recht abgelegen im Küstenbusch, und deswegen etwas schwerer auf dem Geldbeutel, aber hoffentlich sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Betauchung des Run-Spektakels von hier aus besser. Falls ein anderer Ort zum Tauchen gewählt wird,werden die Teilnehmer und das Boot zu einem günstig gelegenen Startplatz transportiert werden.

Transport

Unsere Mannschaft bringt Sie vom Flughafen in Durban bis nach Port St. Johns ins Guesthouse.

Gefahrenhinweis: Teilnahme ganz auf eigenes Risiko! (Kleingedrucktes ganz dick gedruckt!)

Bitte beachten dass, obwohl wir uns natürlich bemühen werden Ihre Teilnahme so sicher wie möglich zu gestalten, Ihre Teilnahme am Sardine Run dennoch potentiell gefährlich ist, und ausschließlich auf das eigene Risiko der Teilnehmer stattfindet.

Nicht nur werden Sie viel Zeit auf einem kleinen Boot auf hoher See, weit vom Ufer und bei Wind und Wellengang zubringen, und dieses nach recht bewegten Starts durch die Brandung, sondern auch zwischen aufgeregten Haien und anderen Raubfischen Tauchen und Schwimmen!  Action pur – aber nicht ungefährlich!  Daher, Teilnahme auf Ihr alleiniges Risiko!

Durch Ihre Buchung akzeptieren Sie automatisch dieses Risiko und müssen dann vor der ersten Ausfahrt auch noch einmal schriftlich bestätigen, dass Sie sich dieser Gefahr bewusst sind und uneingeschränkt akzeptieren ohne auf BOLENG, seine Mitarbeiter oder den Veranstalter zurückgreifen zu können!

Sicherheitsinstruktionen des Veranstalters, Bootsführers und Dive Guides müssen befolgt werden.  Nichtbefolgung könnte dazu führen, dass Ihre weitere Teilnahme an den Ausfahrten ohne Anspruch auf Rückzahlung oder sonstige Kompensation, sofort beendet wird!

Die nächste Druckkammer befindet sich in Durban, von Port St Johns gute 330km per Auto  entfernt.  Daher wird jeder Teilnehmer, falls nicht selbst versichert, über DAN gegen Tauchunfälle versichert.

Das Team

Morne Hardenberg – unterwasser Kameramann und Photograph, sowie Leiter der Expedition

Paul van Dyk – Skipper und Sardine Run Experte

Brocq Maxey – Dive Master & Photograph

Unser Sardine Run-Ablauf 2013 (Änderungen vorbehalten)

Tag 1, Mo

Ankunft bei Durban. Per Transfer am Flughafen Durban, bitte Ankunftszeit und Flugnummer bestätigen.  4 Stunden zum Guesthouse in  Port-St.-Johns, ca. 330 km südlich von Durban. Kennenlernen, Umgebung beschauen und Tauchausrüstung fertig machen und relaxen.  Am Nachmittag dann das Briefing mit Morne für den morgigen Tag. Abendessen im  Guesthouse praktischerweise eingeschlossen.

Tag 2, Di bis Tag 10, Sa

Bei diesen Sardine Run-Ausfahrten spähen die Teilnehmer eifrig nach örtlichen Anzeichen der Gegenwart der Schwärme. Hunderte, oft tausende Delfine folgen den Schwärmen an der Oberfläche. Die plötzliche Formation von riesen Seevögelschwärmen, die einen sich formenden Baitball (Köderball) aus der Luft im Steilflug anvisieren und mit angeklappten Flügeln ins Wasser klatschend diesen bombardieren, ist das sichere Zeichen, dass es jetzt gleich richtig losgeht!

Mit dem Baitball in Sicht, ist Beschluss- und Aktionszeit ob nun Schnorcheln, Tauchen oder Beobachtung vom Boot aus. Getaucht wird meist in recht tiefem Wasser.

Das Schnorcheln zwischen den Sardinen wird, aufgrund der erhöhten Gefahr ungern gesehen, weniger weil  man dabei von Haien leicht als besonders schmackhafter Brocken angesehen werden könnte, aber eher weil man leicht von einem offenen, mit scharfen Zähnen bewaffneten Maul gerammt werden könnte!!  Daher Abstand und Übersicht halten.

Sobald der Schwarm weiter zieht, und das kann schon nach kurzen Minuten sein, geht es zurück ins Boot, und nichts wie hinterher. Also nicht nur die Delfine, Haie und Seevögel geraten in einen Sardinenrausch, auch bei den Teilnehmern steigt der Puls und Adrenalinpegel!

Die Betonung hier ist auf Action pur, über und gerade unter der Wasseroberfläche werden Taucher, Haie, Delfine und Vögel alle gleichzeitig zusammentreffen. Ein Naturerlebnis der hinreißendsten Art, aber auch potentiell gefährlich, wenn besonders die Haie hyperaktiv werden!

Der Rest des Tages ist da zum Relaxen, den goldenen Strand zu genießen, wandern, oder einfach sich die Wintersonne am Pool im Garten auf die Backen brennen zu lassen… Natürlich wird auch dies den Sardinen geopfert, falls diese in Strandnähe sind. Dann mehr oder weniger aktive Teilname an diesem einmaligen Sardinen-, Menschen- und Wellendurcheinander.

Energische Gemüter können fakultativ zusätzlich Adrenalin pumpen:

Reiten oder was die Umgebung sonst an Entspannung bietet.

Und nach dem Abendessen, trifft man sich auf Wunsch in gemütlicher Runde, das spannende Tagesgeschehen über einem der lokalen Biere oder exzellenten Weinen mit neugefundenen Freunden fachkundig zu besprechen.

Tag 11

Endlich bisschen länger schlafen und in Ruhe frühstücken, vielleicht noch Betrachtung der Strandszene falls Sardinen angeschwemmt werden, dann geht die Fahrt per Transfer oder im eigenen Mietwagen wieder zurück nach Durban.  Wobei Ihnen sicherlich noch lange die Sardinen, Delfine, Seevögel und Haie genussvoll in den Gedanken herumsausen werden!

Gerne macht Ihnen BOLENG ein Reisepaket.  Warum nicht auch zum Detoxen am Reiseende etwas Großwild einschließen, über Wasser!  Wir hören gerne von Ihnen, eine Mail genügt, hier sind die Bleistifte schon gespitzt!